Als der Journalist Ben Hawkins sich auf den Spuren des verschwundenen Fotomodells Kim McDaniels nach Hawaii aufmacht, rechnet er höchstens mit einer lauwarmen Story für die Klatschspalte und einem spesenfinanzierten Kurzurlaub. Doch spätestens als Kims grauenvoll entstellter Körper und ihr abgetrennter Kopf gefunden werden, wird ihm klar, dass ihn alles andere erwartet als langweilige Routine. Zumal der Serienkiller, auf den die Polizei bald Jagd macht, gerade an Ben ein besonderes Interesse zu zeigen scheint …
Meine Meinung:
Ben Hawkins, ehemaliger Polizist, Autor und Reporter für Verbrechen der Zeitung Los Angeles Times, sieht in den Verschwinden des angehenden Models Kim McDaniels nichts anderes als Hysterie und einen bezahlten Urlaub. Doch schon stößt er bald auf weitere Leichen, selbst die Eltern von Kim werden Opfer. Es wird ein Phantom gesucht, und genau dieses Phantom findet Ben interessant, könnte er doch ein Buch über seine Handlungen schreiben, damit Ben es auch schreibt, gibt es ein lukratives Druckmittel.
Das Buch liest sich schnell, die Handlung ist auch schnell geklärt, es ist durchaus spannend und interessant, doch werd ich hiermit einfach nicht warm. Mir fehlt die typische “Patterson-Stimmung”. Dieses Kribbeln beim Lesen, dieses Mitfiebern beim Raten, das kommt hier leider nicht auf. Mir ist das hier zu kühl, zu berechnend, zu vorausschauend, zu einsehbar. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Alex-Cross-Reihe für mich das Ultimo an “Patterson-Stimmung” beinhaltet. Bin ich voreingenommen? Höchstwahrscheinlich.
Also, wer von James Patterson noch kein Werk gelesen hat, besondere die Alex-Cross-Reihe, der wird es mögen, es sei denn er steht auch auf ausführliche Morderklärungen, obwohl da gibt es weitaus schlimmere zu lesen. Es ist spannend und aufbauend geschrieben. Was anspricht, sind die vielen kleinen Kapiteln, so dass man das Buch auch schon mal schneller aus der Hand legen kann. Allerdings auch der Nicht-Patterson-Kenner kann den Plot erraten.
Fazit:
Wer ein mittelmäßigen Psychothriller lesen möchte, ist hiermit gut beraten. Wer allerdings den Autor kennt, würde ich es nur ein kleines Appetithäppchen empfehlen. Leider kein Meisterwerk.
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