Was passi
ert, wenn ein Serienkiller die ideale Partnerin findet? Lily leidet unter einem schweren Kindheitstrauma und flüchtet manchmal in fremde Persönlichkeiten. In einer psychiatrischen Klinik lernt sie den Serienkiller Maxwell kennen, dem nach seiner Heilung der Prozess gemacht werden soll. Dabei droht ihm die Todesstrafe. In Lily findet er eine kongeniale Partnerin. Da beide noch einige Rechnungen offen haben, planen sie die Flucht. Eine beispiellose Mordserie beginnt.
Meine Meinung:
Der Kuss der Schlange ist sozusagen die Fortsetzung von “Die Geduld der Spinne”, indem der Serienkiller Maxwell Dr. Cogan bedroht hat, jedoch durch den Einsatz des Ex-FBI-Agenten Pender gefasst wurde. Nun schmort er in einer Anstalt. Doch Lilly de Vries, eine Patientin von Dr. Cogan, erlebt wieder einen Persönlichkeitswechsel und wird auch in eben diese Anstalt/Klinik eingewiesen. Somit gibt es ein Wiedersehen mit allen Beteiligten. Die Story nimmt einen schon jetzt bekannten Lauf.
Und genau das ist total schade. Die vorherigen Bücher von Nasaw hab ich verschlungen (ausnahme war Seelenesser), doch hiermit hat er sich keinen Gefallen getan. Die Story hat zwar eine gewisse Spannung und auch genug Action, denn bei Nasaw stirbt man nicht alleine und nicht einfach so, doch ist das alles berechnend. Da kommt keine Wendung oder Überraschung, nein, es ist alles vorhersehbar. Daher auch kein wirklicher Lesegenuß, was jetzt nicht heißen soll, dass es ganz daneben ist, nein, es ist gut recherchiert, bloß die Akteure entwickeln sich nicht weiter und die Handlung bleibt gleich, nichts neues halt. Gelogen, eine Neuigkeit hat man zum Schluß eingebaut, völlig überflüssig mE, die zarte Liebesbeziehung von Pender und Cogan. Das passt doch gar nicht, zu verschieden, sind doch beide sehr sensibel was Beziehungen angeht. Nun ja, der Autor meint ja was anderes
Fazit:
Herr Nasaw schreibt klasse Psychokrimis, doch dieser ist sein schwächster. Außerdem sollte man “Die Geduld der Spinne” vorher gelesen haben und keine Steigerung hier erwarten.
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