Nichts läuft mehr richtig im Leben von Danny Darcy, Sänger der Folkband Dylan´s Dogs. Die Songs, die sein Leben bedeuten, kann er nicht mehr schreiben. Und seine Frau Sunny will sich von ihm trennen – nach einem Anruf seiner Mutter Helen zieht sie Hals über Kopf aus dem gemeinsamen Leuchtturm aus. Danny muss fesstellen, dass ihm der Fluch, der seit seiner Geburt auf ihm lastet, von seiner schottischen Heimat bis nach Minnesota gefolgt ist und nun sein Leben zu zerstören droht. Um Sunny und vor allem das Kind, das sie beide erwarten, vor den dunklen Plänen seiner Mutter, einer Sherazade, zu schützen, macht sich Danny mit seiner Gitarre im Arm und Fetzen von Liedern im Kopf, auf die Suche nach dem Ort, an dem jede Lüge einst geboren wurde. Der Weg weist nach Louisiana, in die Tiefen der Atchafalaya-Sümpfe. Doch in den Bayous warten geheimnisvolle Wesen und abgründige Sirenen auf jeden Suchenden, und als für Danny und Sunny die gefährlichste aller Lügengeschichten wahr wird, ist die einzige Hoffnung auf Rettung die Lyra… (via Innenklappentext)
Meine Meinung:
Entführt Christoph Marzi mit Lyra doch wieder in die Welt der Sherazaden und Sirenen. Diesmal mit Schwerpunkt Danny Darcy und seiner Frau Sunny. Beide reißen sich zusammen, damit sie den Fluch besiegen können, doch das ist nicht so einfach wie man denkt. Hilfe erhoffen sie sich von den drei Schwestern, die im Banyou leben, im “Moulin Rouge”, ein “Geister”Haus in den Sümpfen, wo nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Eben diese Sirenen haben allerdings ein eigenes Ziel vor Augen und erhoffen sich auch etwas von Danny und Sunny. Rätsel müssen gelöst werden und Puzzleteile zusammengesetzt werden, bis man die endgültige Niederträchtigkeit von Helens Fluch verstehen kann. So geht es auch Danny und nur die unauffindbare Lyra kann helfen.
Wieder ein Werk aus dem Hause Marzi, dass man nicht so leicht aus der Hand legen kann, man will wissen, wie was warum weitergeht. Mit gewohnt magischen Wörtern versetzt man sich schnell in Danny´s Lage und fühlt die Handlung mit. Und doch gibt es diesmal kleine Kritikpunkte. Die Handlung an sich ist etwas träge, hätte mir mehr Spannung bzw. mehr Tiefe gewünscht. Irgendwie waren mir Danny und Sunny zusammen viel zu brav und freundlich, wo sie ihn doch verlassen hat. Es liest sich zwar wunderbar fließend, doch der übliche Sog ins Buch ist nicht so intensiv bzw. bricht zwischenzeitlich ab.
Lyra kann zwar als einzelnes Werk dastehen, doch sollte man der Verständlichkeit von Sherazaden, insbesondere Danny´s Mutter Helen, wegen “Fabula” zuerst lesen.
Fazit:
Etwas schwach auf der Brust, dennoch ein typischer Marzi. Liebenswertes und phantasievolles poetisch erzählt.
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