Als Samuel Falkner erwacht, liegt er zusammengekrümmt auf einem trockenen Grasboden und hat das schmerzhafte Gefühl, sich eine menschliche Fackel verwandelt zu haben und „mit Lichtgeschwindigkeit ins Leere geflogen zu sein“. Kein Wunder. Denn Sam ist aus dem Museum direkt in der Antike gelandet. Der Junge hat ein System entdeckt, mit dem sich’s durch die Zeit reisen lässt, wobei sieben löchrige, über die ganze Welt verstreute Münzen eine wichtige Rolle spielen. Nun ist Sam, teils gemeinsam mit seiner zwei Jahre jüngeren Cousine Lilli, auf der Suche nach seinem Vater, der in der Vergangenheit verschollen ist. Dabei lauern zahlreiche Gefahren, denn ein Unbekannter ist auf der Jagd nach dem magischen Münzen — und damit auch nach Sam. Und sein Vater scheint auf eine mysteriöse Weise dabei ins Geschehen einzugreifen…
Meine Meinung:
Sam hat seine ersten Zeitreisen hinter sich und ein System entdeckt, wie er am besten Zeitreisen kann. Lilli wird ihm immer mehr eine Stütze und Hilfe. Und die Zeit drängt, ist sein Vater doch von Vlad Tepes, dem gefürchteten Pfähler, gefangen genommen worden. In einem Buch über Tepes hat Lilli ein Foto gefunden, indem eine Inschrift an einer Zellenwand im Gefängnistrakt zu erkennen ist: Hilf mir Sam!. Jetzt weiß Sam wo er hin muß, doch erstmal dort hin zu kommen ist nicht leicht. Und eine weitere Gefahr kristallisiert sich heraus, er wird verfolgt, von einem unbekannten tätowierten Mann.
Im zweiten Teil nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, denn Sam muß seinen Vater retten, doch die Bedrohung ist nicht zu verachten, jemand ist ihnen auf den Fersen und versucht ihre jeweilige Rückkehr zu vereiteln. Sam und Lilli wachsen in der Herausforderung über sich hinaus und gewinnen an Mut und Stärke, reist Lilli doch unfreiwillig mit und hilft wo sie kann. Hinzu kommen noch die häuslichen Probleme, der Lover seine Tante macht immer mehr Ärger, droht sogar mit Polizei und Internat für Sam. Seine Großeltern versuchen ihn zu schützen, so gut es geht.
Auch geschichtliche Aspekte werden hier eingwoben, so durch eine Reise ins alte Ägypten, wo der Ursprung ist. Hier erfahren sie viel nützliches und besondere Hilfe.
Die Erzählung hat genau den richtigen Biss um fesselnd, spannend und unterhaltsam zu sein. Die Charaktere entwickeln sich weiter, die Zeitreisen werden immer verständlicher, so dass man die Bedrohung auch als solches ansieht. Es dümpelt nichts vor sich hin, wir befinden uns in voller Fahrt in einem klasse Jugendbuch, das sich fließend und zügig, dank der Spannung, lesen lässt. Da freut man sich, wenn man Teil 3 (Der magische Reif) gleich weiterlesen kann, denn genügend Fragen bleiben am Schluß offen.
Das einzige Manko ist die Zusammenfassung der Ereignisse aus Band 1 am Anfang, für diejenigen, die hiermit in die Geschichte einsteigen okay, doch für diejenigen, die Teil 1 gelesen haben, ist es etwas ärgerlich, fällt diese Zusammenfassung kurz und nun ja ohne Anreize aus.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht.
Pingback: Auf den letzten Drücker.. | ri im net