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Das Dunkelbuch – Gordon Dahlquist

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Nach dem Absturz mit einem Luftschiff erwacht Celeste Temple in einer trostlosen Fischerhütte, unversehrt, aber angefüllt mit den Erinnerungen tausend anderer Menschen. Erinnerungen an indigo-blauen Lehm und an ein diabolisches Buch aus Glas. Noch immer lauern überall Gefahren auf Celeste und ihre wagemutigen Gefährten, denn wer das blaue Glas jagt, spielt ebenso mit dem Feuer, wie die, die es besitzen …

Gordon Dahlquist setzt die furiose Tour de Force seiner »Glasbücher der Traumfresser« fort. »Das Dunkelbuch« läuft wie ein farbenprächtiger Film vor dem inneren Auge des Lesers ab. Es vereint in sich Thriller- und Abenteuerelemente, erinnert an den viktorianischen Schauerroman ebenso wie an klassische Mantel- und Degenfilme. Vor allem ist »Das Dunkelbuch« jedoch eines: ein gigantischer Lesespaß, der einen von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt …

608 Seiten
Blanvalet Verlag (28.09.2009)
ISBN 978-3764502416
Originaltitel The Dark Volume

Meine Meinung:

Vorweg möcht ich erwähnen, dass man die “Glasbücher der Traumfresser” unbedingt vorher gelesen haben sollte. Es wird explizit auf die Vorgänge Bezug genommen und auf diesen Teil basiert “das Dunkelbuch”.  Zwar gibt es am Anfang eine kurze Beschreibung der erwähnenswertesten Charaktere mit minimaler Vorgeschichte, doch ist es schwierig ohne das Wissen der Glasbücher mit dem Buch warm zu werden. Auch sollte man zwischen dem Lesen der “Glasbücher” und dem Dunkelbuch nicht zuviel Zeit verstreichen lassen, es könnten sonst leichte Verständnisprobleme auftreten.

Es geht weiter mit Celeste Temple, Kardinal Chang und dem mecklenburgischen Marineschiffsarzt Svenson. Das Dunkelbuch fängt genau da an, wo die Glasbücher aufgehört haben, nämlich mit dem Ballonabsturz ins kalte Meer. Die große Frage wer überlebt hat und nicht, wird nach und nach geklärt. Wie auch im ersten Teil sind die Kapitel jeweils einem der drei Hauptcharaktere gewidmet, so dass man des öfteren auch ein Deja-vu-Gefühl hat, allerdings aus einer anderen Sicht. Das blaue Glas verfolgt die drei Hauptakteure weiterhin, denn in ihrem Zufluchtsort des Absturzes passieren ungewöhnlich brutale Morde. Daher machen Sie sich getrennt auf die schwierige Suche mit dem Ziel das Glas komplett zu vernichten.

Die Charaktere sind auch diesmal recht lebendig gehalten worden, allerdings sieht es da mit der Handlung etwas anders aus. Es ist zwar informativ und die offenen Fragen aus den Glasbüchern werden auch relativ irgendwie beantwortet, doch das Ganze bekommt einen faden Beigeschmack. Der Enthusiamus der Charaktere und des Lesers lässt nach. Im Grunde genommen werden weitere Intrigen gesponnen, die es wieder zu enträtseln bedarf, kaum ist man dahinter gekommen, deckt man die nächste auf. Es wird nicht so leicht noch begeistert zu wirken, denn die drei Akteure könnten in einer Endlosschleife in einer Hatz zwischen Leben und Tod weitermachen. Man wird dem irgendwann etwas überdrüssig. Das trübt natürlich das Lesevergnügen.

Altbekanntes bewährt sich immer wieder, doch hier fehlt der Pfiff, das Besondere. Es liegt nicht an mangelnder Spannung, das kann ich nicht behaupten, spannend ist es bis zum Schluß – allein die vielen Intrigen. Auch der Schreibstil von Dahlquist ist nicht das Problem, er schafft es wieder einen angenehmen verruchten Ton in dieser Mischung aus viktorianischen Schauerromen und Mantel-Degen-filmen einzuschleusen. Doch dies Einerlei macht auf Dauer keinen Spaß und so wie die letzten Seiten sich lesen lassen, könnte man mit einem dritten Teil evtl. rechnen.

Die Aufmachung des Buches fand ich auch etwas enttäuschend. Hat man die Glasbücher noch im Schuber erhalten, jedes Kapitel ein Heft, so ist das Dunkelbuch nur ein normales Buch. Allerdings gefällt mir der Farbton und die Schutzumschlaggestaltung gut.

Fazit:

Eher ein enttäuschender zweiter Teil, der trotzallem seine Reize hat. Voraussehbar wie er ist, bleibt der Lesespass etwas auf der Strecke.



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Author: ri

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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