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Der Totengarten – George Pelecanos

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1985: In Washington, D.C., geht ein Serienkiller um, Eve Drake ist bereits die dritte Tote. Der Palindrom-Mörder wählt sich Opfer, deren Namen von vorn und hinten gelesen gleich sind. Er lässt die Leichen mit Glasperlen im geflochtenen Harr im Park liegen.

2005: Als man den 15-jährigen Asa Johnson tot in einem Park findet, erinnert sich Sergeant T. C. Cook an die bizarre Mordserie, die nie gelöst wurd. Er setzt alles daran zu verhindern, dass sie sich fortsetzt….

Meine Meinung:

Asa Johnson, 15, wird erschossen in einem Vorortsgarten aufgefunden. Sofort ermittelt man in alle Richtungen. Die beteiligten Detectives erinnern sich auch an den “Palindrom-Mörder”, der sein Unwesen vor 15 Jahren trieb. Parallelen zu den damaligen Morden werden schnell gezogen, doch leider hat man keine weitere Ergebnisse zu verbuchen. Gäbe es nicht noch fanatische Expolizisten bzw. Rentner wäre es schwierig den Fall zu lösen.

Als erstes erhält man einen Rückblick auf das Jahr 1985, als das dritte Opfer Eve Drake gefunden wurde. T. C. Cook, damaliger Leitender, macht sich ein Bild von dem Geschehen. Und schwupp ist man in der Gegenwart bei Doc Holiday, ein ehemaliger Polizist, der freiwillig gegangen ist und nun ein Limousinenservice betreibt. Durch Zufall findet er den erschossenen Asa, meldet ihn anonym bei der Polizeit, doch auch er erinnert sich an die zurückliegende nie aufgeklärte Mordserie und versucht auf eigene Faust zu ermitteln. Später bilden er und der mittlerweile in Rente lebender T.C. Cook eine  Einheit. Verwirrend kommen natürlich noch die jetzigen offiziellen Ermittler hinzu, speziell Gus Ramone, der auch mit Holiday zusammen gelernt hat und T.C. Cook für einen hervorragenden Ermittler hielt.

Während der Handlungsstrang noch interessant sein könnte, sind die Charaktere relativ normal bis langweilig gestaltet. Es fiel mir schwer die einzelnen Personen auseinanderzuhalten und auch die Verhältnisse zueinander zu finden. Und daran scheitert meines Erachtens auch dieser Krimi, denn die Tat an sich ist nicht der rote Faden dieses Buches, sondern eher die verschiedenen Charaktere. Die Auflösung des Todes von Asa ist dann auch weniger spektakulär als man meinen möchte. Das Buch endet mit einem ähnlichen Rückblick auf 1985 und ich hab mich gefragt ob das alles war.

Was ich am allermeisten vermisste, war eine gewisse Tiefe bzgl. Charaktere und Handlungsstrang. Doch leider fand ich das Gewünschte nicht. Inhaltlich in diesem Buch sind 50% tatsächlich auf den Tod Asas, 5 % auf die Morde aus 1985, 10% Rassendiskriminierung sowie die restlichen 35% auf Polizisten in Rente, ausgeschiedene Polizisten und überkorrekte Polizisten verwandt worden. Weder etwas Konstantes noch etwas Spannendes. Es werden Klischees ohne Ende bedient, das zB. farbige Polizistenkinder immer gerne in der Schule diskriminiert werden, dass es einen überkorrekten Polizisten gibt, der es sich auch nicht nehmen lässt seinen guten Freund über die Dienstklinge springen zu lassen, obwohl er keine Schuld hat, Rivalität und zum Schluß wieder gute Freunde, der pensionierte aber fanatische weiter ermittelnde Rentner… Echt nichts wildes.

Die Charaktere sind leider genauso blass und unspannend gelungen. Es gibt zwar die hauptermittelnden Polizisten, doch sie erfüllen ihre Pflicht, mehr auch nicht. Auch hier wieder enttäuschend, keine Kämpfernatur oder irgendwen, den man als Protagonisten weiter verfolgen möchte.

Es dümpelt also im kompletten Standard vor sich hin. Gekämpft hab ich, den aufgeben wollte ich ausnahmsweise nicht. Den sonst konnte ich meiner Arbeitskollegin, Besitzerin dieses Buches, ja kein ausführliches Statement geben. Sie ist übrigens begeistert.

Allerdings kann mir keiner sagen, warum das Buch der Totengarten heißt. Vorgestellt hatte ich mir ein Garten mit mehreren Toten halt. Doch es waren ja “nur” vier “Morde” in jeweils anderen Vorgärten eines Stadtbezirks. Hmm..

Fazit:

Ein “durchschnittlicher” Krimi fernab von der Bezeichnung Thriller.

Rohwolt TB / 01.09.2008 / 457 Seiten / ISBN 978-3499247866 / Originaltitel The Night Gardener
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Author: ri

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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