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{Rezension} Sternschnuppen – Anne Hertz

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sternschnuppen Bei Svenja läuft alles nach Plan: Gerade hat sie ihren Traumjob angenommen und ist auf dem Sprung nach ganz oben. Doch dann wird sie schwanger – und ist kurze Zeit später auch noch ihren Freund los. Was nun?

Svenja hat nicht vor, zu verzweifeln. Eine echte Karrierefrau zieht Kinder auch ohne Kerl mühelos auf! Man muss sich nur organisieren. Zu Svenjas ausgefeiltem Plan gehört natürlich ein Kindermädchen. Aber das will sich einfach nicht finden lassen – bis der junge Russe Alexej auftaucht.

Seine Qualifikationen: fünf jüngere Geschwister. Sein Lebensstil: abenteuerlich. Seine Wirkung auf Frauen: enorm. Kann das gut gehen?

Meine Meinung:

Svenja hat die Stelle ihres Lebens ergattert, endlich wird sie die neue Direktorin des Hamburger In-Hotels. So verlässt sie Carsten, ihren langjährigen Freund, und zieht von München nach Hamburg. Er will so schnell wie möglich nachkommen. Das Lieblingszitat ihrer Schwester Merle ist eins von John Lennon “ Leben ist das, was passiert, wenn Du gerade andere Pläne machst.”. So passiert es auch Svenja, denn nach jahrelangen und erfolglosen Probieren ist sie gerade jetzt schwanger, auch noch Zwillinge. Als sie Carsten diese Mitteilung höchstpersönlich überraschend in München mitteilen will, kompromittiert er sie mit seiner Sekretärin. Da stirbt das typische Familienbild und sie zieht schmerzenderweise den Schlussstrich. Mittlerweile tritt in ihrem Leben immer mehr ein anderer Mann, Aleksej, der Russe, der alles andere als organisiert ist. Auch ihr Hotel bedarf Aufmerksamkeit und hoffentlich klappt ihr Plan, um alles am Laufen zu halten.

Mir hat das Buch ein dickes Grinsen ins Gesicht geschrieben, wenn es auch nur kurzweilig war. Die Handlung konnte man schon im voraus erahnen, doch da die Charaktere lebendig beschrieben sind, lässt man seine Ahnungen in der Schublade und genießt die Lektüre.

Svenja´s Welt droht zu zerbrechen, erst wird sie zum unglücklichsten Zeitpunkt schwanger, dann betrügt ihr Freund sie und wie soll sie ihr Direktorenposten mit Kindern behalten, für den sie so schwer gekämpft hat. Man kann sich leicht in Svenja hineinversetzen, die energisch handelt und für alles ein Problem bzw. die sofortige Lösung haben möchte.

Anders so der Russe Aleksej, den sie am ersten Abend wieder in ihrer Heimat kennengelernt hat. Und auch weiterhin eine wichtige Rolle im Hotel und ihrem Leben spielen wird. Herzlich erfrischend dargestellt und immer ein “russisches” Sprichwort zur Hand. Er ist eher derjenige, der in den Tag hineinlebt und auf eine chaotische Art und Weise organisiert ist, sprich Organisationstalente werden diese Form von Durchstrukturierung nicht erkennen.

Man kann sich vorstellen, dass es dadurch leichte Spannungen geben kann :) .

Auch durch die Gegenüberstellung mit Merle, ihrer Schwester, die das traditionelle Familienbild bildet, ein “Ernährer” und Mutti bleibt bei den Kindern, kommt Spannung bzw. Witz in die Sache. Denn jedes  Bild – nach der Geburt arbeiten gehen oder pausieren – hat seine Vor- und Nachteile. Genau das wird amüsant aufgezeichnet.

Der Anfang des Buches ist irgendwie mittendrin, die bevorstehende Geburt der Kinder. Dann folgt im ersten Teil eine Rückblende und im zweiten Teil geht es mit der eigentlichen Geschichte weiter. Etwas verwirrend zu Anfang, doch hat man erst mal den Prolog hinter sich, dann findet man sich wunderbar ein und will das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen.

Viel mehr kann man eigentlich nicht mehr hierzu schreiben, es macht Spaß dieses humorvolle Werk zu lesen. Übrigens mein Erstling von Anne Hertz und nicht bereut.

Zum Autor: Hinter dem Synonym Anne Hertz verbergen sich die Schwestern Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, beide schreiben auch solo.

Fazit:

Seichte, witzige “Strandlektüre”, nicht anspruchsvoll, aber dafür um so erheitender.

(3/5)

Knaur Verlag /Oktober 2007 / 478 Seiten / ISBN 9783426629789 / 8,95 € / Roman

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Author: ri

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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