Jeder von uns denkt sich Geschichten aus, um die Realität erträglich zu machen. Es beginnt mit dem seltsamen Prozess in unserem Hirn, der die Welt auf die Füße stellt, wo unsere Augen doch, wie jedermann weiß, auf dem Kopf stehen sehen, und macht nicht halt vor dem charmanten Irrglauben, am Ende werde “alles gut werden”; es geht vom Phantom Hoffnung, das sich vor Lotteriekiosken herumtreibt, bis hin zu der hartnäckigen Überzeugung, dass unser Leben in Ordnung wäre, wäre unser Vater ein bisschen netter zu uns gewesen oder hätten wir für jene Prüfung ein bisschen mehr gelernt oder hätten wir bei jenem Vorstellungsgespräch nur eine andere Krawatte getragen. Alle tun es.
Die Liebeslotterie – Andrew Nicoll Seiten 286/287