Dass Joey Harker sich verläuft, ist nichts Besonderes. Doch eines Tages ist irgendetwas komplett durcheinandergeraten, als er endlich wieder nach Hause findet. An der Wand hängt das Bild eines Mädchens, das er nicht kennt, das ihm aber ziemlich ähnlich sieht. Das Zimmer für seinen kleinen Bruder ist einfach nicht mehr da. Und als er seiner Mutter auf der Treppe begegnet, hat sie die falsche Augenfarbe. Aber das Schlimmste ist: Sie erkennt ihn gar nicht. Für Joey beginnt ein ganz neues Leben, spannender und abenteuerlicher, als ihm lieb ist.
Meine Meinung:
Joey Harker verläuft sich ständig, doch als er feststellt, dass er irgendwie doch nicht zu Hause ist, und ihm jemand noch erzählt, er wäre vor einem Jahr ertrunken, ist ihm das alles zuviel. Nach und nach wird ihm bewußt und erklärt, dass er ein Wandler ist. Ein Wandler zwischen hier und dem Dazwischen, der Interworld halt. Doch das ist alles gar nicht so einfach. Seine Retter heißen in irgendeiner Form immer wie er und sehen ihm auch etwas ähnlich. Sprich in jeder Welt ist er der Held, doch er muß sich erst zurechtfinden. Helfen tut ihm ein Mudluff, namens Klecks.
Es erinnert etwas an SF-Serien und dann doch eher an Mutproben der Vorstadtkrokodile. Es passt nicht ganz so zusammen, wie es sollte. Im Nachwort wird eine Erklärung der beiden Autoren abgeben, in denen die Beiden erklären, dass das Buch nur zustande gekommen ist, um eine Idee, die erst als Cartoon-Serie gedreht werden sollte und doch abgelehnt wurde, festzuhalten. Leider liest es sich auch eher als Drehbuch anstatt eines Jugendbuches. Eine Überarbeitung wäre schon schön gewesen. Denn Werke in dieser Qualität ist man von Neil Gaiman nicht gewohnt.
Fazit:
Potential vorhanden, leider nicht ausgenutzt. Für Gaiman-Fans enttäuschend.




(1/5)
Arena-Verlag /01.Juni 2009 / 259 Seiten / ISBN 978-3401501307 / 9,95€
Mein herzlichen Dank für das Rezensions-Exemplar geht an
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