Furcht regiert in der Dunkelheit, denn mit Einbruch der Dämmerung steigen Dämonen aus den finsteren Nebeln der Erde auf und machen Jagd auf alle Lebewesen. Die einzige Zuflucht bieten magische Siegel, hinter denen sich die Menschen des Nachts verstecken, und die Hoffnung auf einen verheißenen Retter der Menschheit.
Als die Städte des Nordens von einer gewaltigen Armee von Wüstenkriegern überrollt werden, angeführt von Jardir, dem selbsternannten Erlöser, scheint alle Hoffnung verloren. Doch Jardir ist nicht der Einzige, der um die verschollen geglaubten Kampfsiegel weiß: Arlen, der Tätowierte Mann, hat mit ihm noch eine tödliche Rechnung offen… (Quelle: Klappentext)
Meine Meinung:
Erstmal sei hier gesagt, dass es sich um einen Folgeband handelt. Dies ist der zweite Band der Dämonen-Trilogie um Arlen Strohballen. Daher könnte diese Meinung evtl. einen Spoiler enthalten.
Endlich geht es weiter mit der Geschichte um den Tätowierten Mann, dem Erlöser und den Dämonen. Hat mich “Das Lied der Dunkelheit” noch völlig in seinen Bann gezogen, so muss ich gestehen, dieser Band leider nicht. Ich hab es ohne Zweifel gern gelesen , aber ich konnte das Buch auch beruhigt mal aus der Hand legen. Bei Band 1 sah das etwas anders aus.
Man taucht zuerst in die krasianische Welt ein, um einen Einblick auf das Leben des ernannten Erlösers Ahmann Jardir zu bekommen. Sein Leben und Werdegang bis dato wird ausführlich erklärt, begleitet von Riten und Kulten und Lebensweisen. Es ist schon erstaunlich, wie komplex diese Welt ist. Zeitgleich wird zwischendurch mal ein Einblick auf das Leben von Leesha, Rojer und anderen genommen. Das ist das was mich auch störte, dieses schnelle Hin-und-Her-wechseln zwischen Zeiten, Orte und Charaktere. Nach und Nach wird daraus ein großes Bild, das Puzzle löst sich mehr auf, allerdings brauch man dazu nicht nur Zeit (1008 Seiten), sondern auch Geduld.
Zum ersten Mal erfährt man auch etwas mehr über die Dämonen selbst. Natürlich erst zum Schluß, so dass man doch recht wißbegierig aber wartend das Buch zu klappt. Der abschließende Band wird wohl noch etwas auf sich warten, da er (wenn meine Recherche richtig verlief) noch nicht auf englisch erschienen ist. Daher mein Tip für Fantasy-Fans, die diese Trilogie noch nicht kennen, abwarten bis auch Band drei erschienen ist und dann alle hintereinander lesen.
Aber ich will ja nicht abschweifen.
Peter V. Brett schafft es wieder eine Welt zu konstruieren, die beachtenswert ist. Die Krasianer könnte man mit dem Orient vergleichen, wohingegen die Länder des Nordens eher das alte intigrante Europa gleicht. Gegensätze kristallisieren sich heraus und Streß ist vorprogrammiert. Und doch ist es interessant, denn neue Charaktere sind in der Suppe das Salz. Allerdings verlieren “ältere” Charaktere manchen Charme bzw. Glanz, schade. Aber vllt hilfreich für die weitere Handlung.
Alles in allem hat es mir gefallen, auch wenn es stellenweise langatmig ist, einiges übertrieben oder ausgespart wird. Doch dies Zeit-/Ort-/Charakterwechsel in der Handlung ging mir etwas auf den Nerv, ist halt nicht jedermanns Geschmack. Daher schweren Herzens nur 3,5 Buchherzen. Aber das Finale lässt mich hoffen.
Fazit:
Epische Fantasy, die nichts auslässt. Fantasy-Fans sollten sich diese Trilogie nicht entgehen lassen.




(3.5/5)
Heyne Verlag / 09.08.2010 / 1008 Seiten / ISBN 978-3453526112 / Originaltitel: The Desert Spear / High Fantasy
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