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{Rezension} Die dreizehnte Geschichte – Diane Setterfield

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diedreizehntegeschichte Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiß keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester.

Meine Meinung:

In jeder Familie gibt es Intrigen, Hass, Liebe sowie Zoff mit Geschwistern usw., in Diane Settlerfield´s dreizehnter Geschichte gibt es jede Menge von diesem explosiven Stoff, mir zu viel.

Margaret Lea wird von der Bestseller-Autorin Vida Winter verpflichtet ihre Biographie nieder zu schreiben. Dies erweist sich als eine interessante Aufgabe, da über Vida Winter zig Lebensläufe existieren, natürlich alle grundverschieden und jeweils spontan von ihr erfunden.

In dieser “Geschichte” kommen einige für mich nicht nachvollziehbare Begebenheiten vor. Einige Geheimnisse werden gelüftet, so zB. warum und wie das heimische Anwesen Angelfield abbrannte und natürlich wer Vida Winter wirklich ist.  Dafür bleiben einige Geheimnisse weiterhin gehütet. Einige Charaktere haben ihre Familien verloren, andere lernen Sie erst kennen.

Teilweise war mir die Geschichte zu abstrus, zu konstruiert, dennoch spannend oder interessant genug, dass ich es zu Ende gelesen habe. Doch mit keinem befriedigendem Gefühl hab ich den Buchdeckel geschlossen, eher hab ich mich geärgert überhaupt damit angefangen zu haben. Vor allem fehlte mir die Handlungstiefe, es passierte ab einem gewissen Level nichts mehr. Es blieb alles in seinem Dornröschchenschlaf, kleine Veränderungen kamen mal, aber gingen auch wieder. Mir persönlich zu wenig. Auch waren mir der Großteil der Charaktere zu engstirnig gestrickt, oder anders zu egoistisch. Dennoch war genügend Spannung  vorhanden, um jetzt das Ende bzw. die Auflösung bestätigt zu bekommen.

Einige sprachliche Perlen verstecken sich in dem Text, da es ja sehr viel um Lesen, Schreiben und Überdenken geht. Z. B. dieser tolle Satz:

“Kennen Sie das Gefühl, das man hat, wenn man ein neues Buch anfängt, bevor die Membran der letzten Geschichte Zeit gehabt hat, sich hinter einem zu schließen? Von dem letzten Buch, das man abgeschlossen hat, haben sich Ideen und Themen, ja, sogar Charaktere in den Kleidern festgesetzt, und wenn man das neue aufschlägt, sind sie immer noch hautnah gegenwärtig.”

Von solchen Perlen gibt es einige, doch auch diese lassen mich über die mir nicht gefallende Handlung nicht hinwegsehen. Sorry. Ich werde mit dieser Handlungsarmut nicht warm. Alles bleibt so wie es ist, auch wenn man erkennt, dass sich was ändern muss.

Fazit:

Wer verwobene Familiengeschichten mag, ist hier richtig. Wer Wert auf Sprache & Ausdruck legt, auch. Wer aber – wie ich – eine Handlung bevorzugt, könnte enttäuscht werden.

(3/5)

Heyne Verlag / TB 02.06.2008 / 528 Seiten / ISBN 978-3453405493 / Originalttitel The thirteenth Tale / 9,99 € / Roman

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Author: ri

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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