{Rezension} Miss Sex – Alexandra Reinwarth

misssex Alexandra Reinwarth will es wissen: Sie will die beste Liebhaberin der Welt werden. Dazu macht sie sich auf die Suche nach dem G-Punkt und der teuersten Hure Deutschlands, sie stürzt sich in die Lingam-Massage und absolviert einen Oralsexkurs. Wilde Sex-Toys und ein ausgebauter Beckenboden, weiße Magie und ein Bett im Kornfeld, alles wird ausprobiert. Nur der homophobe Freund sträubt sich noch gegen die Sache mit der Prostata . . .

 

 Meine Meinung:

Miss Sex – beste Liebhaberin – alles Wörter, die sich wohl um ein großes Tabu-Thema drehen. Und genau so verhält es sich auch. Alexandra Reinwarth lässt nichts aus, um die beste Liebhaberin der Welt zu werden. Ihr Projekt wird begleitet von ihrem Freund L.

Vorweg möge man bedenken, es handelt sich hierbei um keinen Ratgeber, sondern eher um persönliche Notizen und Erfahrungen zu genau dieses Ratgebern, die man schon zu Hauf in der “Schmuddelecke” der Buchhandlung seines Vertrauens gesehen hat. Und Frau Reinwarth geht sogar noch weiter. Ihr Punkteplan umfasst so einige Themen. So zB.

  • Sex an ungewöhnlichen Orten
  • Die Tantra-Massage
  • Das Hotel Q
  • Stripacademy-Besuch

In gewohnter leicht schnoddrigen und amüsanter Schreibweise lässt sie uns teilhaben an so manchen komischen oder peinlichen Situation. Auch geht sie erst ein Thema wieder gut recherchiert an, um es dann mit ihrer persönlichen Erfahrung zu zerpflücken oder zu belegen. Es macht auf jeden Fall Spaß dieses Buch zu lesen, auch wenn es vllt bei manchen nicht gerade als Lieblingsthema anzusehen ist. Es lohnt sich, evtl. erweitert man seinen Horizont (jetzt weiß ich wenigstens wie eine Tantra-Massage aussehen kann und was sich hinterm Hotel Q verbirgt) oder man amüsiert sich einfach über ihre Darbietungen.

Natürlich wurde auch dieses Buch im Büro vorgelesen, soweit man aus dem Lachen rauskam. Wir hatten wirklich viel Spaß. Meine Kolleginnen sind nicht grade prüde, doch bei so mancher Kapitelüberschrift zuckte man doch schon mal zusammen, wollte man ja schließlich nicht alles bis ins Detail wissen, aber es entspannte sich sehr schnell und sie haben es genossen. Stellenweise kam der Chef sogar vorbei und fragte ob er den Krankenwagen holen müßte.

Was mir besonders an Frau Reinwarth gefällt, ist der Wiedererkennungsgrad von einem selbst. Da gibt es Situationen, die einen zum Lachen bringen, weil man sich dermaßen wiedererkennt. Denken, Handeln, Tuen… das könnte ich auch sein. Und das mach sie so sympathisch. Unterstützt wird dieser Sympathiefaktor übrigens noch durch so manche handschriftliche Zeichnung, heiteres Bilderraten.

Übrigens hätte sie noch locker weiter schreiben können, die Mädels hangen mir an den Lippen und ich hätte auch gerne weiter gelesen.

Fazit:

Witzig, spritzig, amüsant, flockig wird ein “Tabu”-Thema angegangen, an dem man wirklich Spass hat. :)

(5/5)

mvg Verlag / 19.04.2010 / 220 Seiten / ISBN 978-3868821598 / 16,90€ / “Ratgeber”

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www.ri-im.net

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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