Jeden Frühling geraten die Männer einer schottischen Insel in höchste Gefahr. Denn mit der Sonne kehren die Sirenen zurück, wunderschöne Wesen, die versuchen, ihre Opfer in die stürmische See zu locken. Doch einer von ihnen, Josh, verfolgt eigene Pläne…
Meine Meinung:
Sagen beinhalten immer ein Körnchen Wahrheit. Auf einer schottischen Insel erzählt man sich die Sage der Sirenen, die jeden Frühling mit den Stürmen kommen, um die heimischen Männer zu bezirzen und im günstigsten Falle mitzunehmen, welches den Tod der Männer bedeutet. Auch Josh kennt diese Sage zu gut. Glaubt er auch nicht an ein spurloses Verschwinden seines Vaters. Und doch trägt er auch ein Geheimnis mit sich. Dieses wird in einem besonderen Frühling sehr deutlich. Es kann ihm kaum einer helfen, denn vor sieben Jahren hat er sich in seinem jugendlichen Wahn einer Sirene versprochen. Eine hübsche Idee, ein toller Anfang, doch es ist eine Novelle. Etwas kurz für meinen Geschmack. Man hätte das Ganze auch ausbauen können. Was ich schade finde, ist die Tatsache, dass die Charaktere irgendwie einfältig sind, mir nicht ausgereift genug sind. Selbst Josh kommt sehr blass davon, entweder ist er angewidert von der Sirene, dann wieder im Bann gezogen, aber ansonsten ist er halt sowas von unauffällig. Tss. Aber es ist ja eine Novelle. Die Handlung an sich ist ganz nett, mehr auch nicht. Der Sprachstil ist einfach, die Landschaftsbeschreibungen schon deutlich genug, um sich eine raue, meergepeitschte Küste vorzustellen. Ich hab mir trotz der Kürze etwas mehr davon versprochen. Etwas mehr Tiefgang oder eine packende Atmosphäre. Also wenn ich ein Buch beim Kaffee trinken durchlese und mir denke hmm, und jetzt, dann ist es nicht grade befriedigend. Schade.
Fazit:
Es ist halt eine Novelle. Kurz, knapp und etwas beschreibend.




(2/5)
Heyne Verlag / 10.01.2011 / ISBN 978-3453527881 / 5,99 € / Novelle
Gelesen als 118-seitiges Ebook