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Playing with the Grown-Ups – Sophie Dahl

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 For Kitty, growing up at Hay House amongst bluebell woods and doting relations is heaven. But for her mother, the restless Marina, a silver-eyed beauty who paints and weeps with alacrity, this comfortable domesticity cannot provide the novelty and excitement she craves.

Swami-ji, Marina´s guru, sees her future in New York, and so the family is scopped up and relocated, leaving Kitty exiled in a colorless boarding school. Reprieve comes in the form of Guru´s summons to the ashram; but then, just as Kitty is approaching enlightenment, they are off again, leaving for an England that is now fast and unfamiliar. This time no god, man or Martini can staunch Marina´s hunger for a happiness that proves all too elusive. And Kitty, turning fifteen, must choose: wether to play dangerous games with the Grown-ups or begin to put herself first. (Klappentext)

Meine Meinung:

Kitty hat es nicht leicht. Ihre Mutter Marian ist nicht nur Künstlerin, sondern verliert sich selbst in ihrem Leben. Alles muß sich mit Spaß, Hingabe und Extremen definieren lassen. Bis dato lebte die Familie glücklich mit den Großeltern in Hay House. Nicht nur dass es Kitty schwer fällt ohne richtigen Vater groß zu werden hat sie noch zwei jüngere Halbgeschwister, Zwillinge. Und so kommt es wie es kommen muß. Die Familie wird aus ihren Wurzeln gerissen. Kitty wird die Boarding School besuchen, während ihre Mutter und die Geschwister nach New York ziehen, da es so besser ist, gemäß dem Guru. Zurück bleiben eine glückliche Kindheit gepaart mit den Großeltern.

Kitty lernen wir als schwangere Erwachsenen kennen, die tatsächlich wieder in Amerika wohnt und zurück zu ihrer Familie muß, da es ihrer Mutter nicht gut geht. In Rückblicken – gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Geschwistern – erzählt sie dem Leser ihre Jugend. Eine Jugend, die vieles aussagt. Der Wunsch geliebt zu werden, der Wunsch nach Bodenständigkeit, der Wunsch zu rebellieren, der Wunsch es allen recht zu machen. So dass es nicht verwundert, wenn Kitty ihre ersten Party- und Drogenexperimente schon in jungen Jahren macht. Sophie Dahl zeigt aber auch die gespaltenen Reaktionen ihrer Mutter ein, von “Wie kannst Du nur?” bis “naja”. Manchmal möchte Marina “normal” sein, doch sie steht sich selbst immer wieder im Weg, was einen nicht verwundert.

Nicht nur Kitty´s Jugend ist von Extremen beherrscht, nein, selbst die Charaktere sind exzentrisch. Mir persönlich fehlte bei allem etwas Ruhe oder Normalität, aber hier ist wirklich alles extrem. Da verwundert so einige Handlungen oder Reaktionen darauf nicht. Von daher konnte man sich einiges schon denken, doch nicht in allen Facetten. Ich weiß nicht mehr wer mir mehr leid tat, Kitty, die um eine “normale” Jugend gebracht wurde oder ihre Mutter, die irgendwie die Kindheit und Jugend ihrer Kinder nicht mitbekommt. Da kann man nicht mehr von einem Jugendbuch sprechen, als solches wurde es ja auch nicht konzipiert. Anstatt rosa – wie das schöne Cover vermittelt – wird es ganz schön düster.

Sophie Dahl ist ein Debüt-Roman gelungen, der zum Nachdenken anregt und zeigt auf, dass es man eh nicht allen recht machen kann, egal welche Rolle man inne hat.

Fazit:

Eine Jugend, die von Extremen geprägt ist.

(3.5/5)

Bloomsbury Publishing / Oktober 2007 / 304 Seiten / ISBN 978-0747577775 / gelesen Hard Cover / Sprache English

 

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Author: ri

eher zu der Gruppe Enddreißiger gehörend, hat das Herz schon seit langem an das Herzblatt verloren, geht nie ohne Buch und einer Kamera (die vom iphone zählt auch) aus dem Haus, muss mindestens einmal im Jahr ans Meer, liebt Momentaufnahmen und versucht sich an so manchen Hobbys zB. Lesen, Fotografieren, Musik, Stricken und *hüstel* etwas rumsporteln.

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