Erst “Licht an!”, dann ist alles vorbei…

Wie angekündigt waren wir 2 von den ca. 230.000 Besuchern der Extraschicht. Aber bekanntlich ist ja nach der Extraschicht schon wieder vor der Extraschicht.

Eins nach dem anderen. Es gab auf unserer geplanten Route nicht soviel zu sehen, erleben und bespaßen, wie wir es uns erdacht hatten, doch es gab auch Highlights.

Unsere Stationen:

Zeche Theresia/Witten

Bis wir endlich mal angekommen sind, waren schon knapp 2 1/4 Std. rum. Sehr ärgerlich! Schon nach ner halben Stunde Extraschicht waren Verspätungen im Busverkehr schon angesagt. Und dann war noch ne Straße gesperrt, so dass es mit Umleitung schon wieder ne halbe Stunde länger dauerte. Grmph! Aber gut.

Zeche Theresia beherbgt das Gruben-und Feldbahnmuseum

im Mutttenthal, Witten. Ein Verein unterhält das Ganze und macht es auch prima. So war da auch für Livemusik (O-Ton: Feierabendband), Würstchen  und Getränke gesorgt. Mit der Muttenthalbahn konnte man zur nächsten Zeche fahren, hätte 15 min. gedauert. Hätte! Das einzige Chaos. Daher sind wir eher gelaufen, waren sogar zeitgleich da. Ätsch! Erschreckend waren die Massen der Herkulesstaude, die sich da irgendwie richtig prächtig niedergelassen haben.

Zeche Nachtigall/Witten (LWL Industriemuseum)

Angekommen und hmmm.. ja, es war nett, aber sehr kurzspielig angelegt. Die obligatorischen Würstchen- u. Getränkebuden, Fahren mit Dampfbahnen und Livemusik mit Dampfwalzentrötenunterstützung (Hörsturzlautstärke) und das Museum. Aus. Nichts weiter. Hmm.. enttäuschend. Hatte mir da viel mehr versprochen. Die Ziegelei haben wir uns angeschaut, den Stand mit den Bergmannslampen begutachtet (mind. 100€ für eine Grubenlampe? Hallo? Sowas hatte Opa auch, umsonst!) und einen feinen kleinen Hauch von Steampunk bemerkt, allerdings wollte ich die Herrschaften nicht einfach so ablichten. Vielleicht hätte man noch was rauskitzeln können. Auf zum nächsten und ersten Highlight.

Die Fahrt im Schom 

Schienenbusse waren früher DAS Verkehrsmittel, so ab den 1950igern. Eine Garnitur besteht aus drei Wagen, dem Motor-, Bei- und Steuerwagen. Da gestern auch schon etwas drückend war, war es in den Wagen allerdings noch wärmer. Wir saßen im Beiwagen, der war so ungefähr in der Klimazone von Spanien anzusiedeln, der Motorwagen war dann eher afrikanisches Äquatorfeeling. In knapp 23 min ging es holpernd und ruckelnd nach Hattingen, in die Nähe der Henrichshütte. Ein sehr charmanter und lustiger Fahrer versüßte das Ganze noch. Übrigens kann man in den Dingern auch Stadtrundfahrten oder die Route der Industrie mal fahren. Werden wir noch mal machen. Hat Spaß gemacht!

Henrichshütte Hattingen (LWL-Industriemuseum)

Die Henrichshütte beherbgt den ältesten noch erhaltenen Hochofen. Und hier war das zweite Highlight zu finden.  Theater Titanick. Ich liebe Theater Titanick. Jedes Mal wieder ein Garant für grandioses Straßentheater. Die Kulisse dementsprechend passend. *jauchz* die Hochofensymphonie war schön, hätte länger dauern können. Gedacht hatten wir die zweieinhalb Stunden bis zur nächsten Vorführung zu warten, doch da kommt schon der Punkt der mir an dem Standort nicht gefiel:  die sonstige Einöde, wenn man das Museum sonst kennt. Die Bratwurst/Pommesbüdchen waren sowas von überlaufen, der eine Getränkestand hatte ne Schlange zum Pfandwegbringen und der andere zum Besorgen. Dabei ist da ein Gelände vorhanden, Wahnsinn. Nicht genutzt. Ach ja, tolle Livemusik gab es. Darf ich nicht vergessen.

Privatbrauerei Moritz Fiege

Mit dem Bus ging es wieder Richtung Bochum. Leicht angesäuert waren wir schon, denn es klappte mal wieder alles etwas weniger. Während wir – durch einen Trick – schon im Bus saßen, fuhren wir an Menschenmengen vorbei, die gerne (zwar in die andere Richtung) auch fahren würden, wenn denn mal ein Bus käme. Über Twitter las man solche Infos öfters. So hat dann die Hälfte unseres Busses sich nach und nach entschieden den Abend/die Nacht auf Fiege ausklingen zu lassen. So auch wir. Mit Bier haben wir nicht allzuviel am Hut, doch war die Brauerei interessant anzusehen. Schön beleuchtet. Lecker Würstchen. Viele Sitzgelegenheiten. Chillige Livemusik. Toll!

Bloß irgendwann möchte man raus aus den Schuhen, Füße hochlegen und so langsam ins Bett krabbeln. Also auf dem Heimweg noch ordentlich Bus gefahren. Mal passend, mal spitze. Gegen 3:20 Uhr war Schicht am Schacht!

Auf neues “Licht an!” im nächsten Jahr! (Anvisiert wird der 6.7.2013)

 

PS. Wie man merkt hat die Fotografielust auch mit der Zeit etwas abgenommen, sorry. Ging nicht anders. :)

 

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2 thoughts on “Erst “Licht an!”, dann ist alles vorbei…

  1. Nina.

    Schon im letzten Jahr hatte ich mir den Flyer angesehen, dieses Jahr sogar einen mitgenommen und einige interessante Veranstaltungen entdeckt. Am Ende war uns die Fahrt am Abend dann aber doch zu weit bzw. wir waren einfach zu bequem. Umso schöner, dass ich durch deine Fotos einen kleinen Eindruck bekomme. Möglicherweise ja eine Motivation für’s nächste Mal. ;-)

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    1. ri Post author

      Versuch es einfach mal.. Es muss nicht unbedingt jede Location die richtige sein, die Erfahrung hatten wir dann ja dieses Mal, doch man kann sich schon einige Punkte vorher notieren. Natürlich sind Publikumsmagnete stark frequentiert, während manch Perle nur ein bißchen Aufmerksamkeit erhascht. Aber es macht Spaß, auch wenn man sich ärgert ;)

      Reply

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