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{Ein Zitat beantwortet Fragen} Sind eigene Interessen immer so eigen?

2010 August 26

Wenn Sie einmal so alt sind wie ich, dann wird Ihnen auch aufgehen, dass die meisten Menschen überhaupt nur Marionetten sind, die glauben, das zu wollen, was die Fäden, an denen sie hängen, verlangen.

S.327/328 Papierkrieg – Martin Mucha

{Rezension} Paperkrieg – Martin Mucha

2010 August 26

papierkrieg Kalter März

Arno Linder, Anfang dreißig, schlägt sich als lausig bezahlter Sprachwissenschaftler der Universität Wien mehr schlecht als recht durchs Leben. Als ihm in einer eisigen Märznacht auf dem Heimweg ein ebenso schönes wie betrunkenes Mädchen inklusive geladenem Revolver in die Arme fällt, hat Arno kurze Zeit später einen Haufen ernsthafter Probleme am Hals: einen toten Nachbarn aus dem zweiten Stock, zwei lästige Polizisten und einem serbischen Kunsthändler, der ihm eine antike Papyrusrolle zweifelhafter Herkunft anbietet….

Meine Meinung:

Arno Linder träumt vom großen Geld, um endlich mal aus seinem miesbezahlten Job als Sprachwissenschaftler auszubrechen, um endlich mal das zu tun, wozu er Lust hat und nicht immer krampfhaft zu versuchen das Geld beisammen zu halten. Als er eines Nachts nach Hause kommt, erkennt seine Möglichkeit nicht nur davon zu träumen. So kutschiert er das betrunkene Mädchen in ihrem Wagen nach Hause und versucht den Vater (hohes Tier in den Wiener Kreisen) zu erpressen. Doch es stürzen so einige Sachen auf ihn, mit denen er nicht gerechnet hat. Kaum hat er sich aus der einen misslichen Lage hinausmanövriert, befindet er sich schon in der nächsten. Hinzukommen noch einige interessante Charaktere und nach und nach ergibt alles einen Sinn.

Martin Mucha hat mit seinem Debüt schon ins Schwarze getroffen. Gerade seinen Hauptcharakter Arno möcht man so manches mal wachrütteln oder man beneidet ihn wg. seiner ausgeprägten Gelassenheit. Es kann teilweise nicht noch schlimmer kommen, wird er doch des Mordes verdächtigt, so bleibt er ruhig und gelassen, während unsereiner schon ins Schwitzen kommt. Arno ist auch listig und nutzt diese Listigkeit geschickt aus, so spielt er den ein oder anderen Nebenspieler ruhig aus. Auch die weiteren Morde berühren ihn, aber seine Schallplattensammlung ist im wichtiger. Arno vermittelt mehr den Eindruck eines liebenswerten Kauzes.

Die Handlung wirkt etwas verworren, doch reißt der rote Faden durchs Buch nie ab, eher splittert er etwas ab, so daß eine anscheinende Nebenhandlung wieder mehr Licht in die Haupthandlung bekommt, und der Faden wieder komplettiert wird.

Ich war noch nie in Wien, doch dies Buch hat mir Wien etwas näher gebracht, könnte man sich mal für einen Kurztripp merken. Auch merkte man einen süffisanten Umgangston bzgl. Muchas Landsleute, zb das Louis-Vuitton-Kokstäschchen.. Es ergab alles in allem ein stimmigen Eindruck.

Allerdings hat mich die exsessiven Beschreibungen seiner Jazz-Schallplatten oder des Tabaks, der gerade geraucht wird, dies ewige Genörgel wie arm er ist, etwas genervt. Falls man sich für Jazz interessiert, dann ist man hier richtig, man könnte fast mit einem Kenner der Szene diskutieren, wäre er nicht fiktiv.

Übrigens spricht das Cover schon für sich: Philosophie, Tee, Zigaretten. Machen sie es sich gemütlich und freuen sie sich auf Diskussionen quer durch Wien.

Fazit:

Wer einen Anti-Held sucht, mit ihm Wien unsicher machen möchte, zudem noch Jazz mag und sich nicht an einer sturen Gelassenheit stört, der ist hier genau richtig. Dann macht es auch Spaß dem Anti-Helden auf seiner Aufklärungstour zu folgen.

(4/5)

Gmeiner Verlag /08.Februar 2010 / 372 Seiten / ISNB 978-3839210543 / 11,90€ /Regionalkrimi Wien

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich vielmals beim

{Rezension} Interworld – Neil Gaiman/Michael Reaves

2010 August 26

interworld Dass Joey Harker sich verläuft, ist nichts Besonderes. Doch eines Tages ist irgendetwas komplett durcheinandergeraten, als er endlich wieder nach Hause findet. An der Wand hängt das Bild eines Mädchens, das er nicht kennt, das ihm aber ziemlich ähnlich sieht. Das Zimmer für seinen kleinen Bruder ist einfach nicht mehr da. Und als er seiner Mutter auf der Treppe begegnet, hat sie die falsche Augenfarbe. Aber das Schlimmste ist: Sie erkennt ihn gar nicht. Für Joey beginnt ein ganz neues Leben, spannender und abenteuerlicher, als ihm lieb ist.

Meine Meinung:

Joey Harker verläuft sich ständig, doch als er feststellt, dass er irgendwie doch nicht zu Hause ist, und ihm jemand noch erzählt, er wäre vor einem Jahr ertrunken, ist ihm das alles zuviel. Nach und nach wird ihm bewußt und erklärt, dass er ein Wandler ist. Ein Wandler zwischen hier und dem Dazwischen, der Interworld halt. Doch das ist alles gar nicht so einfach. Seine Retter heißen in irgendeiner Form immer wie er und sehen ihm auch etwas ähnlich. Sprich in jeder Welt ist er der Held, doch er muß sich erst zurechtfinden. Helfen tut ihm ein Mudluff, namens Klecks.

Es erinnert etwas an SF-Serien und dann doch eher an Mutproben der Vorstadtkrokodile. Es passt nicht ganz so zusammen, wie es sollte. Im Nachwort wird eine Erklärung der beiden Autoren abgeben, in denen die Beiden erklären, dass das Buch nur zustande gekommen ist, um eine Idee, die erst als Cartoon-Serie gedreht werden sollte und doch abgelehnt wurde, festzuhalten. Leider liest es sich auch eher als Drehbuch anstatt eines Jugendbuches. Eine Überarbeitung wäre schon schön gewesen. Denn Werke in dieser Qualität ist man von Neil Gaiman nicht gewohnt.

Fazit:

Potential vorhanden, leider nicht ausgenutzt. Für Gaiman-Fans enttäuschend.

(1/5)

Arena-Verlag /01.Juni 2009 / 259 Seiten / ISBN 978-3401501307 / 9,95€

Mein herzlichen Dank für das Rezensions-Exemplar geht an  arena_logo .

{Au…. t …ooo} Unser Leben mit einem Honda Jazz

2010 August 1

Anfang des Jahres kam meinem Herzblatt die Idee unseren 9 Jahre alten Focus mal zu ersetzen. So langsam wären auch einige Reperaturen fällig, so dass die Überlegung schon okay war. Nach einigem Hin und Her haben wir uns für einen Neuwagen entschieden. Einen Honda Jazz 1,4 Comfort Style für den etwas über 16.000€ hingeblättert haben. Er sollte sparsam sein, ein super Raumangebot haben und und und…

Zum ersten Mal haben wir nun auch einen Bordcomputer an Bord, der nicht nur die Außentemperatur mißt (brauch ich nicht wirklich), sondern auch den Verbrauch anzeigt, sowie die Restkilometer bis zur nächsten Tankung und und und, bloß  wo war denn die Wartungsanzeige? Laut Handbuch sollte die im europäischen Land auch angezeigt werden. Also hin zum Honda-Vertragshändler. Wurde vergessen nach zu schauen, angeschaltet und nun ist sie da.

Das nächste kuriose war beim ersten Aussaugen, man(n) pflegt ja jetzt sein Baby wieder etwas gründlicher. Da wurde dann die integrierten Fußmatten angehoben, um erstmal einen Schock zu bekommen, lauter Schlammdreck darunter. Prima! Ebenso wurde beim ersten Staubwischen auf dem Cockpit ein neues Ärgernis entdeckt: zwei tiefe Kratzer, die mal eben schnell mit irgendeiner Wachswixe zugespachelt waren. Natürlich wollte man sich dessen nichts annehmen, klar doch.

Und war das ja schon ein etwas deprimierter Start war, geht´s bis heute so lustig munter weiter. Denn der Honda Jazz ab Baujahr 2009 besitzt zwar einen 42 l Tank, doch eigentlich nur einen 30 l Tank. Ja, ihr mögt denken ich spinn, ich wünschte mir aus diesem verdammten Alptraum aufzuwachen und unseren alten Focus wieder in die Arme schließen zu können.

Also zur Erklärung: Der Tank fasst 42 l, laut Handbuch geht das Reservelämpchen bei ca. 7,8 l Rest an. Eigentlich! Doch tatsächlich geht sie schon bei 14-12 l Rest an und signalisiert lustig munter nur noch zwischen 30 – 80 km fahren zu können. Mittlerweile haben wir eine Stellungnahme von Honda vorliegen, die erklärt, dass es aus reiner Sicherheit und zum Schutz des Autos/Fahrers/Umwelt so konzipiert wurde. Was wäre denn, wenn man einen steilen Berg rauf fahren würde und der Rest Benzin sammelt sich so im Tank, dass die Benzinpumpe kein Benzin mehr pumpen könnte??  Alles klar? Wer will denn hier wen vereimern?

Beim ersten Tanken haben wir uns nichts gedacht, als wir nur 30 l einfüllen konnten. Das erste Mal komisch kam es uns dann vor, als wir zu Ostern meine Eltern besuchen waren. Sie wohnen in Kappeln an der Schlei, sind von uns ca. 460 km. Frisch vollgetankt fährt man los und so ca. 120 km vor Ziel geht die Reserve an, zeigt an, wir haben nur noch Sprit für 65 km an Bord. Hallooo? Also noch auf der Autobahn getankt. Ergebnis 28 l reingequetscht, selbst der Stutzen war voll. 42l – 28 l = Reserve von 14 l, die nicht mal angetastet wurden.  Wir haben das weiter beobachtet, sind zum Vertragshändler und hörten folgendes:

  1. Ehrlich? Das ist mir also in dieser Höhe absolut unbekannt.
  2. Ich hab mit dem Meister gesprochen und ja wir hatten schon mal so einen Fall. Machen sie doch bitte einen Termin mit dem Meister, dann können wir entweder einen neuen Tankgeber bestellen oder dran biegen.
  3. Nein, der neue Tankgeber wurde nicht genehmigt, dann können wir nur den Tankgeber selber biegen. Auf die Frage von Herzblatt, ob dass denn was bringt: Aber sicher, das haben wir schon soo oft gemacht.

Was denn jetzt? Nein, kenn ich nicht. Wir hatten einen Fall. Das haben wir schon soo oft gemacht. Könnten wir uns mal einigen?

Jedenfalls die Biegerei an einem mittlerweilen 2 Monate alten Auto hat natürlich nichts gebracht, im Gegenteil es wurd schlimmer. Die zweite Biegung vor zwei Wochen war genauso eine Katastrophe. Da sass mein Herzblatt mit dem einen Meister zusammen, besprach das über 20 Minuten mit ihm, erklärte was er wollte, in welche Richtung gebogen werden sollte und ja, man hat sich geeinigt. Hoffnung kam auf, doch einen Tag später, der andere Meister nur da und ihr könnt es Euch schon denken. Genau, nichts wurde besser. Nach zehn km vom Hof fahren sprang die Reserve an.. nach insgesamt 473 km. Noch Fragen?

Der Vertragshändler sieht sich nicht in irgendwelchen Pflichten, er wird den Wagen so nicht zurücknehmen, dass müssten wir schön mit Honda Deutschland regeln. Ja spinn ich denn?

Um noch mal kurz ne Episode aus dem Leben mit der Tankreserve zu erzählen: Wir sind ja in Südfrankreich gewesen, natürlich mit dem Wagen. Hinfahrt war schon chaotisch, aber da zickte das Navigerät auch noch. Aber die Rückfahrt, ca. 1200 km reine Autobahnfahrt, die hatte es in sich. Insgesamt dreimal getankt, obwohl der Wagen eine super Reichweite haben sollte. Jedes Mal tanken ging uns der Arsch auf Grundeis. Denn Frankreich ist ja nicht grade eben, da sind schon ordentliche Steigungen drin. Und wenn dir dann die Reserve anzeigt, dass theoretisch der Ofen in 33  km aus ist, die nächste Tanke aber noch 65 km entfernt ist, und Du nur rauf und runter fährst, nicht weißt, was sich dieses sparsame Auto noch so reinzieht, dann versuch mal relaxed zu bleiben. Ich war es nicht und Herzblatt auch nicht. Uns standen wirklich Schweißperlen auf der Stirn. Endlich so grade eben zur Tanke und wieviel geht rein?   Schön an dem Bordcomputer find ich übrigens diese “Balken-Graphik”, die Dir anzeigt wie offen das Benzinventil grade ist und was er “verbraucht”. Sprich, wenn man Gas gibt, zeigt er in Balkengrafik an, wieviel er sozusagen “verbraucht”.

Aber zurück zur Frage, man sah also die ganze Zeit, dass von 20 Balken (pro Balke ein Liter) ca. 14 – 18 Balken angezeigt waren, daher ja auch die Grundstimmung “Scheiße, packen wir das?”.  Ja, das ging so grade eben noch gut, denn wir kratzten nicht unsere großzügig bemessende Sicherheitsreserve von 14l an. Es wurden tatsächlich nur 28 l getankt, mehr ging nicht rein.

Hinzu kommt, dass die Panoramascheibe bei Sonnenschein extrem spiegelt, der Lack (Metalliclackierung) sehr dünn ist und sehr schnell abplatzt ( Motorhaube mittig, KEIN Steinschlag), der verarbeitete Kunststoff im Innenraum so butterweich ist, dass sehr schnell häßliche Streifen entstehen, die nicht mehr weggehen und von alledem nimmt sich der Vertragshändler nichts an. Nein, erst im xten Gespräch hat man mal zugegeben, dass man das beim Kauf erwähnen sollte, aber nicht getan hätte. Aber zurücknehmen, wandeln.. nee, dass müssen sie selbst machen.

Der neueste Aufreger ist dieser Lackabplatzer, es ist keine Delle im Blech, es ist wirklich ein Lackabplatzer, ich wollte es auch nicht glauben. Wir wieder hin und wurden vom freundlichsten Mitarbeiter des Jahres empfangen (Sarkasmus läßt grüßen). Erstmal war es ihm zuviel, dass ja schon Samstag mittag war (11.45 Uhr), dann Lack.. (ne, das ist eindeutig ein Steinschlag, das brauch ich nicht fotografieren und einschicken, dass wird eh nichts, vergessen sie es! Müssen sie halt selbst zusehen!), nächste Frage Verbrauch (also alles was unter 8l Verbrauch ist, ist ein SPITZENWERT!! Wissen sie wie diese Prospektangaben zu stande kommen?? Genau, also ein SPITZENWERT). Was ich vielleicht noch erwähnen sollte, ist dieser Mitarbeiter hat was gegen Personen aus Gelsenkirchen, der Vertragshändler sitzt in Dortmund. Sollte man privates mit beruflichem mischen? *Grübel*

Angeben ist der Verbrauch in den Prospekten reine gemäßigte Autobahnfahrt mit 4,8 l. Ein Traum, gelle? Sowas nenn ich sparsam. Demenstprechend könnte man sich ja jetzt die Reichweite bei einem 42l Tank auch ausrechnen, also auch tolle Angaben. Unser Exemplar verbraucht aber durchschnittlich 5,8 – 6,5 l reine gemäßigte Autobahnfahrt, immer noch sparsam, aber meines Erachtens sehr abweichend, aber wir haben ja gelernt ein SPITZENWERT!!

Auch so im Ganzen können wir nicht gerade sagen, dass uns Kundenfreundlichkeit entgegen kam. Klar bis zum Kauf hat man sich bemüht, doch nachher… ne, das sprengt schon eh den Rahmen.

Als Gebrauchtwagen würde der Vertragshändler 11.000€ zahlen, also ein Verlust von über 5.000€. Geht gar nicht. Unser nächster Schritt ist es Honda Deutschland anzuschreiben und hoffentlich reagieren die, denn die Geschäftsführung des Vertragshändlers reagiert überhaupt nicht, weder schriftlich noch telefonisch. Als Ausrede wird erzählt, der Geschäftsführer ist halt kein Techniker. Und? Kann sich doch trotzdem die Probleme anhören, schließlich leitet er den Laden. Falls das auch nichts bringt mit Honda Deutschland, dann muß wohl oder übel ein Rechtsanwalt gesucht werden. Leider sind wir jetzt erst rechtsschutzversichert, so dass die diesen Fall nicht bearbeiten werden. Ich bin gespannt, wie Honda himself reagiert.

Dabei sollte es ein Neuwagen werden, weil man den ja dann länger fahren kann. Ein Honda, weil viele Bekannte und Freunde Honda fahren und sich nie über irgendwas beschweren konnten, der eine fährt seinen noch mit dem ersten Motor und der hat jetzt 250000 km hinter sich. Alle meinten wir könnten nichts falsch machen, soso.. ;(

PS. Ich hab lange überlegt, ob  ich es veröffentliche oder nicht, aber warum nicht, falls sich jemand dieses Auto kaufen sollte, kann ich nur davon abraten. Mittlerweile gibt es auch eine Meinung von Honda Deutschland. Dazu demnächst mehr.

{Fahr mit Bus und Bahn, Bus und Bahn} … oder Kerle sind auch nur am quatschen.

2010 July 21
tags:
by ri

Seit Montag fährt mein RE 3 zwischen Wanne-Eickel und Dortmund eine Umleitung, sprich drei Haltestellen (Herne, Castrop-Rauxel und Do-Mengede) fallen aus. Für mich kein Problem, denn da möchte ich nicht aussteigen.

Heute Morgen, sozusagen Tag 3 der 14tägigen Aktion, stehen zwei herrlich anzusehende Milchbubis Marke “Ich bin Held!” auf dem Bahnsteig. Beide einen Knopf im Ohr, denn das andere Ohr brauchen Sie schon um sich zu unterhalten. Gesprächsstoff gab es allemal, wie sich später rausstellte. Die Bahnsteigansage erzählte tatsächlich etwas über die Änderung, es wurde am Display angeschlagen und der Zugführer setzte uns auch nochmal lautstark (manchmal nuscheln die ja) davon in Kenntnis. Alles in Butter, die Beiden sind auch eingestigen.

15 min. später schauten sie sich etwas unbeholfen um, aber es dämmerte Ihnen nicht.

1: “Hm.. irgendwie muß gleich mal Herne kommen.”

2: “Och, wird noch. Was ich Dir noch erzählen wollte…..”

Alles im Umkreis hat sich gekringelt. In Dortmund angekommen, stellte man dann fest:

1:”Neee, jetzt haben wir uns verquatscht!”

2:”Macht nichts, der Gegenzug steht doch da, lass uns beeilen, dann sind wir noch pünktlich!”

Da stand der Bahnsteig still, es wurden Blicke untereinander ausgetauscht und so ziemlich jeder hatte ein dickes breites Grinsen im Gesicht. Der Gegenzug hält natürlich auch nicht in Herne, sondern sie werden wieder am Anfangsort Wanne-Eickel aufschlagen. Wir standen nun da und beobachteten wie sie vertieft am Quatschen in den Zug stiegen und losfuhren. Und nicht meckern, es gab einige die sie darauf aufmerksam machen wollten, doch die Quatschonkels konnte man nicht unterbrechen. Die haben auf nichts reagiert.

Schadenfreude ist auch ne Freude, daher fing der heutige Tag schon erheiternd an.

 

PS. Wanne-Eickel ->Herne sind fünf Minuten Fahrt.

{Stillleben} So still war das gar nicht :)

2010 July 19

Gestern war die A40, die meistbefahrenste Autobahn im Ruhrgebiet, über eine Strecke von 60 km gesperrt. Das Stillleben hat sich eingenistet, die eine Seite wurde Sitzbänke/Tische und  für Fußgänger reserviert und die andere Seite wurde zur Mobilitätsspur (Fahrrad, Inliner, Skater..). Das letzte Mal das die Autobahnen an sich still standen waren in den 1970gern die autofreien Sonntage, also ein Weilchen her.

Das war sozusagen nicht nur ein Highlight des Kulturhauptstadtprogramms, sondern auch ein “Muß” für jeden Anwohner. Also Herzblatt und ri planten dabei zu sein. Einen Tisch wollten für uns nicht mieten, nein wir wollten auf der Autobahn Fahrrad fahren, so der geniale Plan meines Herzblattes. Im Vorfeld dachte ich nur, nun gut, dass letzte Mal hab ich mein Fahrrad vor ca. 3 Jahren gesehen. Meine Bedenken wurden aber beiseite geschoben und schwupp war es soweit.

Ab in die S-Bahn Richtung Dortmund. In Dortmund-Dorstfeld raus, die Wittener Straße hoch (gemäßigtes bergauf *schnauf*) und schon ist man auf der A40 oder wie sie hier noch heißt B1.

Das war so gegen kurz nach 11.00 Uhr. Da war schon ordentlich was los, aber man konnte gemütlich noch seine Runde drehen.Allerdings war der erste Stau – ohne Staus gehts halt nicht – beim ersten Verpflegungswagen. Und es wurde immer voller. Immer öfters mußte man sein Fahrrad schieben, doch entgegen dem alltäglichen K(r)ampf war es ein entspanntes und geselliges Miteinander. Wie brüllte doch ein Mitschieber so schön:” Rita, mach doch mal Kasse 90 – 465 auf”. Jedenfalls war es spaßig. Natürlich gab es auch das ein oder andere Geplenkel, aber das war schnell vergessen. Unglaublich!

Gefahrene 30 km und geschobene 5 km später, wurde es uns auch zuuu voll, so dass wir unsere Ausfahrt nahmen und nach Hause fuhren. Ehrlich gesagt, ich hab meine Beine zettern hören :) . Noch weitere 5 km trennten mich von Badewanne und Erholung.

Natürlich geht keine Feier ohne Mitbringsel. Ich hab mir was besonders tolles organisiert, nämlich die Still-Leben-Krankheit *g*. Ein ordentlicher Sonnenbrand, krebsrot ist noch zu blaß für die Bezeichnung, im Hals/Brustbereich und auf beiden Armen (besonders auf das “Ärmel”design bin ich stolz).

Jedenfalls kann ich für mich sagen “Ich war dabei, damals beim Still-Leben, als die A40 gesperrt war.” Eine tolle Erfahrung, nette Erlebnisse und überhaupt ein Miteinander anstatt ein alltägliches Gegeneinander. Gegen eine Wiederholung in ca. 3-10 Jahren hätte ich nichts einzuwenden.

Also DANKE liebe Kulturhauptstadt für dies Ereignis!

Da ich keinen Bock hatte die Kamera immer rauszukramen und reinzukramen in den Rucksack, sind es nur wenige Eindrücke geworden, aber seht selber:

Mein vernachlässigtes Fahrrad auf der A40:

Hier waren wir schon auf der Höhe des Bochumer Ruhrparks und ein Stau kündigt sich da vorne schon an, wobei Richtung Bochum Zentrum ging gar nichts mehr. Und der McDrive am Dückerweg (Ausfahrt) hatte wohl zum ersten Mal Fußgänger und Biker am Drive-in-Schalter.. hihi.. aber garantiert das Geschäft gemacht.

Im Rücken hatten wir noch gefühlte Tausende Radler :

Hier nochmal Richtung Bochum.. Wow! 3 Millionen Besucher sollen es gewesen sein, ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Mit Spaß einen Muskelkater ungewohnten Ausmasses zu bekommen tat gar nicht sooo weh. Schließlich waren es 42 km, die ich mal eben aus dem Stand heraus ohne zu Murren geradelt bin. Darauf bin ich auch ein wenig stolz.   War jemand von Euch auch dort unterwegs?

{Happy Birthday}

2010 July 13
by ri

 selfmade muffins {365-206]

Zum einen ist die Domain ri-im.net gestern ein Jahr alt geworden, so lange “belästige” ich Euch schon auf dieser Welle. Da möchte ich erst mal ein herzliches DANKE-SCHÖN an alle LeserInnen, KommentierInnen und BesucherInnen aussprechen, denn ohne Euch macht es nur halb soviel Spaß.

Zum anderen hatte ich im Vorfeld um Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Lob gebeten, dass sollte auch mit 3 x Buchgewinn (Wert bis 10€) belohnt werden. Jetzt haben sich tatsächlich 4 Personen getraut mir mal die Meinung zu geigen, was ihr übrigens immer machen könnt, was nun?

Es können sich daher Julia, Katha und Nina über Buchgeschenke freuen und der liebe Rüdiger wird sich wohl eher auf den Amazon-Gutschein freuen, oder? Bitte teilt mir doch Eure Wünsche und Adressen mit, so dass ihr eure Gewinne auch demnächst in den Händen halten könnt. Euch auch ein herzliches DANKE-SCHÖN für die Teilnahme. Eure Kritikpunkte werden demnächst schon umgesetzt, so wird es zB den “ersten Satz” nur noch innerhalb einer Rezi geben. Apropos Rezi, höchstwahrscheinlich wird sich die Anzahl der Rezis wohl unwesentlich dezimieren, doch sie bleiben erhalten, dafür wird wieder etwas mehr aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Wochenresümees werde ich wohl doch einstellen, da ich mit dem Foto der Woche immer hinterher hinke, ein ewiges Nachreichen finde ich nicht toll. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt. Über weitere Kommentare/Kritik/Lob freu ich mich, gern auch unter der im Impressum angegeben email.

Also nehmt Euch ein Muffin ;) und feiert mit!

PS. Gestern war kein guter Tag für mich, die Schwüle hat mir sehr zu schaffen gemacht, da konnt ich nichts mehr machen, sorry!

 

[B-Day-Aktion] Jetzt aber …

2010 July 7
by ri

..endgültig. Wie schon angekündigt wird mein Blog in dieser Form demnächst ein Jahr alt. Daher möchte ich mich schon mal bedanken und Euch auch daran teilhaben lassen und zwar in Form einer Verlosung. Was ihr dafür tun müsst?

Gebt mir Input! Was gefällt Euch hier, was nicht. Was ist total überflüssig, was fehlt eurer Meinung nach…. usw. Also spart nicht mit Kritik oder Lob oder Verbesserungsvorschlägen.

Unter allen Kommentaren verlose ich drei Buchgeschenke  eurer Wahl (Wert bis 10€) oder wahlweise ein amazon-Gutschein. Aktion endet übrigens am 11.07.2010 23.59 Uhr, so dass ich im Laufe des Burtzeltages die Gewinner bekanntgeben kann.  

Bin auf eure Meinung gespannt, so long

PS. Falls Ihr eure Kritik/Lob/Anregung schon unter dem Beitrag “Ankündigung” kundgetan habt, seid ihr schon im Lostopf. ;)

{Eine Geschichte} von Wölfen, Deo und Käfern

2010 July 2
tags:
by ri

Es war mal ein Wolf (?), dessen Geheule vertont wurde. Im Text singt er eindeutig über den Verlust seines Deos, denn sein Bac war mal wieder entfremdet worden. Manche mögen sich an die dämliche Werbung von damals noch erinnern: “…. Mein Bac, dein Bac, (unisono) unser Bac!”

Meine Kollegin hat genau dieses Lied (vllt. erahnt ja schon jemand was) als Ohrwurm im Kopp, irgendwo halb im Zug aufgeschnappt, summte sie eine noch mißverständlichere Melodie vor sich hin, um sich dann doch ratsuchend an uns zu wenden.

K(ollegin): Mensch, ich hab n Ohrwurm, weiß nur nicht wie der heißt, das find ich gar nicht mal so schlecht.

ri: sing doch mal vor.

K: kann ich nicht.

ri: um was geht´s denn in dem Lied?

K: um Bac

ri: häh?

K: na um´s Deo! Der Wolf vermißt sein Deo und heult rum.

ri: kenn ich nicht.

K: Klar, das läuft doch im Radio rauf und runter.

ri: Ne, da verpass ich wohl was. Wolf, Deo.. sagt mir nichts, komisches Lied.

K: Naja, aber der heult doch seinem Deo hinterher und zwar so…. Aaaaahuhuhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu

ri: Ne, nicht im Ernst?

K: Doch, wenn ich Dir das doch sag. (leicht angesäuert)

ri: kann es sein, dass sein Deo ein Käfer ist?

K: Häh?

ri: Na, das er überhaupt nicht von einem Deo singt, sondern von einem Bug sprich zu deutsch Käfer?

K: Ne, das ist sein Juni-Deo!!!

ri: (prustend) alles okay, ich such Dir mal das Lied.

 

 

K: Genau das ist es!!

ri: Nur das es kein Wolf ist, der seinem Juni-Deo hinterherheult…

Manchmal könnte man sie knutschen, es war jedenfalls eine lustige Viertelstunde Musikraten angesagt :)

{Ankündigung} B-Day-Aktion – Ist es schon soweit?

2010 July 2
by ri

Jau, es ist schon soweit. Nachdem ich schon auf anderen Plattformen Unfug betrieben hatte, hab ich mich letztes Jahr entschlossen einen Blog mit einer eigenen Domain zu führen. Nach einigen Überlegungen (merci nochmal an alle, die mit überlegt haben) war ri-im.net geboren. Am 12.07.2009 war Niederkunft und das Baby kennt ihr ja … :) .

Mehr und mehr artet das hier zu einem Bücherblog mit einigen “Randnotizen” aus, denn gestartet war ich eher genau anders rum. So fühle ich mich hier immo sehr wohl, doch garantiert gibt es noch einige Möglichkeiten etwas besser zu machen.

Daher meine Frage an Euch:

 Was kann man verbessern? Gibt es etwas was ihr vermisst oder eine Rubrik, die eurer Meinung überflüssig ist oder irgendwas?

Kritik wird gern gehört, also traut Euch. Eure Bemühungen sollen natürlich belohnt werden, so wird es auch etwas zu gewinnen geben, was verrat ich Euch erst etwas später.

Soweit erstmal zur Ankündigung :)